Rettungswiderstand in Dieulefit

24.06. bis 04.07.2015

Sie haben jüdische Kinder versteckt und Pässe gefälscht, Briefe abgefangen, Lebensmittel gehortet oder einfach nur beide Augen zugedrückt. Ihr Widerstand war weniger spektakulär als die militärischen Aktionen des Resistance, aber wirksam.

Etwa 1.000 bis 1.300 Verfolgte sind in der Zeit des Vichy-Regimes und der deutschen Okkupation zwischen 1940 und 1944 von den Menschen in dem französischen Dorf Dieulefit versteckt und gerettet worden. Niemand wurde denunziert. Niemand kam ums Leben. Den stillen Helden auf Dieulefit wird eine Ausstellung gewidmet. Der Berliner Verein "Courage gegen Fremdenhass" hat die Schau mit ihrer Vorsitzenden Anna Tüne, die als Kind einer deutschen Eiwanderfamilie in der Nachkriegszeit in Dieulefit aufgewachsen ist, zusammengestellt. Die Ausstellung, die u.a. Fotos, Dokumente und Aussagen von Zeitzeugen beinhaltet, basiert auf der Forschungsarbeit von Prof. Bernard Delpal.

Die Ausstellung gehört zu der Ausstellungsreihe "Ich bin da." - Kulturelle Perspektiven zum Thema Flucht.

Das gesamte Programm finden Sie hier.